Altenburg

- Altenburg, St. Marien-Kirche
Georg Spalatin - Der Mann hinter Luther
Martin Luther übernachtete während seiner zahlreichen Besuche in Altenburg zumeist im Haus seines überzeugten Anhängers und Freundes Georg Spalatin. Dieser war 1508 der Erzieher der Kinder des Kurfürsten und ab 1512 Verwalter der Universitäts-Bibliothek Wittenberg. 1514 ernannte ihn Friedrich zum Hofkaplan, Sekretär und persönlichen Beichtvater. Über den engen Vertrauten des Kurfürsten liefen außerdem fast alle Kontakte zu Luther. Spalatin war Superintendent in Altenburg und die Stadt zu jener Zeit ein Laboratorium der Reformation.
Zum wohl wichtigsten Aufenthalt weilte Luther im Januar 1519 in der Stadt. Anlass war eine Begegnung mit Karl von Miltitz, dem päpstlichen Gesandten am sächsischen Hof. Dieser sollte herausfinden, ob Luther weiterhin auf seinen Wittenberger Thesen beharre. Von einem Schweigeabkommen abgesehen, das zudem nicht lange hielt, verließ Miltitz die Stadt ohne Erfolg.
An Luther in Altenburg erinnern:
- die als Rote Spitzen bekannten Türme eines früheren Augustiner-Chorherren-Stifts;
- das Schloss mit Schlosskirche, in welcher Luther mehrfach predigte und Spalatin Domherr war;
- die spätgotische Stadtkirche St. Bartholomäi, in der Luther mehrfach predigte und Spalatin ab 1525 Pfarrer war und auch beerdigt wurde;
- die Brüderkirche, deren Hauptfassade u.a. eine lebensgroße Skulptur Martin Luthers zeigt und von deren farbigen Glasfenstern eines Darstellungen Luthers, Johann Sebastian Bachs und Paul Gerhards vereint. Ein Grabstein erinnert an Luthers Urenkel.
- Der historische Spalatingarten zwischen Keppler- und Theaterplatz.
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