Eisenach

- Eisenach, Wartburg
„Keine andere Stadt kennt mich besser“
Martin Luthers Beziehung zu Eisenach begann mit seiner hier 1497 einsetzenden Schulzeit und hielt ein Leben lang. Luthers Schulgebäude stand bis 1507 südlich der Georgenkirche. 1501 wechselte Martin Luther von Eisenach zum Studium nach Erfurt. Ab dem 4. Mai 1521 lebte er für rund 300 Tage auf der Wartburg. „In Eisenach sitzt nämlich fast meine ganze Verwandtschaft, und ich bin daselbst bei ihr bekannt und ... wohlangesehen; keine andere Stadt kennt mich besser“, wie er später resümiert. Dass er Eisenach auch als Pfaffennest empfand, entsprach der Realität: Etwa jeder zehnte Einwohner gehörte dem geistlichen Stand an.
An Luther in Eisenach erinnern:
- die Wartburg, in der Martin Luther in Schutzhaft das Neue Testament ins Deutsche übersetzte;
- die Georgenkirche, in welcher der Lateinschüler Luther gesungen und von deren Kanzel der Reformator Martin Luther mehrfach gepredigt hat;
- das Nikolaitor, durch welches Luther bei allen seinen Reisen via Eisenach kam bzw. ging. Durch dieses Tor wurden während des „Bildersturms“ im April 1525 die Mönche und Nonnen aus der Stadt getrieben;
- In der Nikolaikirche war mit Konrad Hutter ein weitläufiger Verwandter Luthers Küster. Beeindruckend am Inneren der Kirche ist die Duplizität zur Wartburg;
- Unweit von Nikolaitor und –kirche steht auf einem Marmorsockel das von Adolf von Donndorf 1895 geschaffene Lutherdenkmal. Unter der überlebensgroßen Figur zeigen Reliefs Szenen aus dem Leben Luthers in Eisenach und auf der Wartburg;
- das museal genutzte Lutherhaus; Es befand sich um 1500 im Besitz der einflussreichen Patrizierfamilie Cotta, die den Schüler Martin Luther einquartiert hatte.
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