Luther in Thüringen

- Erfurt, Lutherdenkmal vor der Kaufmannskirche
2017 jährt sich der Tag der Reformation zum 500. Mal. Und obwohl Martin Luther seine berühmten Thesen in Wittenberg, in Sachsen-Anhalt an die Kirchentür schlug, kommt man auf dem Weg zu Luther an Thüringen nicht vorbei. Hier wurde er Mönch, hier übersetzte er die Bibel ins deutsche und hier entstanden die Schmalkaldischen Artikel, die wichtigste Grundlage des evangelisch-lutherischen Glaubens.
Die bedeutendsten Lutherstädte Thüringens Erfurt, Eisenach und Schmalkalden aber auch weitere Orte, die mit dem Wirken des Reformators in Verbindung stehen, haben bis 2017 zahlreiche Veranstaltungen geplant. Ob Sonderausstellungen, Feste oder szenische Rundgänge – der Veranstaltungskalender ist gut gefüllt.
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Martin Luthers Beziehung zu Eisenach begann mit seiner hier 1497 einsetzenden Schulzeit und hielt ein Leben lang. Luthers Schulgebäude stand bis 1507 südlich der Georgenkirche. 1501 wechselte Martin Luther von Eisenach zum Studium nach Erfurt.
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In Erfurt, wo er ab 1501 studierte und 1505 in das Augustinerkloster eintrat, liegen wichtige Wurzeln von Martin Luthers Theologie und der Reformation. In seinen späten Jahren zitiert Luther einen Erfurter, der ihm gesagt habe „es muss eine Änderung werden, und die ist groß; es kann also nicht bestehen.“
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Martin Luther war zwischen 1522 und 1537 mindestens elf Mal in Jena. Erstmals machte er hier am 3. März 1522 Station. Zu dieser Zeit lebte er als „Junker Jörg“ getarnt auf der Wartburg, musste aber unbedingt für einige Tage nach Wittenberg.
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Zur Zeit der Reformation stand die Stadt im Blickpunkt europäischer Politik. Landesherr Philipp von Hessen war einer der ersten protestantischen Fürsten und Widersacher Karls V. Philipp war davon überzeugt, dass nur ein Bündnis aller Protestanten Schutz gegen den Kaiser bieten kann.
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Für Martin Luther war die Stadt an der Ilm ein während seiner Reisen gern genutzter Ort zum Übernachten. Ebenso oft steuerte er allein die Stadt zielgerichtet an in den Jahren, da sich die reformatorischen Gedanken ausbreiteten und diskutiert wurden.
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Martin Luther war persönlich nie in der einstmals Freien Reichsstadt gewesen. Dass Mühlhausen dennoch in der Zeit der Reformation und des Deutschen Bauernkrieges eine wichtige Rolle spielte, hat Thomas Müntzer (um 1490 – 1525) bewirkt.
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Während seiner zahlreichen Besuche in Altenburg übernachtete Martin Luther zumeist im Haus seines überzeugten Anhängers und Freundes Georg Spalatin - kurfürstlicher Geheimsekretär und späterer Altenburger Pfarrer.
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