Möhra

- Lutherdenkmal in Möhra
Stammort der Familie und Ausgangspunkt einer „Entführung“
Die Gemeinde gilt als Stammort der Familie des Reformators Martin Luther. Nachweisbar sind Einwohner namens Luder beziehungsweise Lüder ab dem Jahr 1300. Auch unter den gegenwärtig im Dorf lebenden zirka 650 Bewohnern tragen einige den Namen Luther. Des Reformators Eltern, Hans Luther und seine Frau Margarethe (geborene Lindemann) verließen den Ort 1483, um in dem unterm Kupfererzbergbau aufblühenden Mansfelder Land ihr Glück zu suchen. Es ist anzunehmen, dass Martin Luther im Wohnort seiner Großeltern öfter gewesen ist, vor allem in jenen Jahren, in welchen er im unweit entfernten Eisenach zur Schule ging. Nachweisbar ist, dass Martin Luther auf der Rückreise vom Reichstag zu Worms, wo er der Ketzerei beschuldigt worden war, in Möhra Station machte und predigte. Dieser Abstecher von der nach Wittenberg führenden Route war Teil der wenige Stunden später stattgehabten „Entführung“ Luthers auf die Wartburg.
An Luther in Möhra erinnern:
- Der von Fachwerkhäusern gesäumte Lutherplatz mit dem 1861 unter Glockenläuten eingeweihte Lutherdenkmal. Das Gebäude Lutherplatz Nr. 1 gilt als Luther-Stammhaus. Es wurde auf älteren Grundmauern im Jahr 1618 errichtet;
- Die Pfarrkirche. Sie entstand um 1560 als Erweiterung jenes Vorgängerbaus (Kapelle), den Luther gesehen hat. Den Altarraum verschönern seit 1907 farbige Bleiglasfenster, die unter anderem Martin Luther sowie seinen Freund und Mitstreiter Phillip Melanchthon zeigen;
- Der ca. 13 Kilometer lange Lutherweg. Der Wanderweg führt von Möhra zum Ort der Schein-Gefangennahme Luthers in einem Wald bei Steinbach/Altenstein. Beeindruckend am Wegesrand das Ensemble von Park und Schloss Altenstein






