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Reinhardsbrunn

Der unerkannte Luther führt seltsame Verhandlungen

Das 1085 unweit der Schauenburg Friedrichroda gegründete Kloster Reinhardsbrunn war bis zum Ende des 12. Jahrhunderts das geistige Zentrum der Landgrafschaft Thüringen. Reinhardsbrunn wurde zum Hauskloster und zur Grablege der Ludowinger. Martin Luther durchstreifte diese Gegend während seines „Zwangsaufenthaltes“ 1521/1522 auf der Wartburg mehrfach. Wahrscheinlich führte ihn auch die einzige Jagd, an welcher er von der Wartburg aus teilgenommen hat, in die Wälder um Friedrichroda/Reinhardsbrunn. Während der Reise nach Worms im Jahr 1521 hat er im Kloster übernachtet. Vom „Gothaer Reformator“ Friedrich Myconius (1491-1546) ist überliefert, dass Martin Luther in Reinhardsbrunn seltsame Dinge mit den Mönchen und anderen verhandelt habe und dabei unerkannt geblieben sei. Hinter den erhaltenen Mauern des im Bauernkrieg zerstörten Klosters erhebt sich seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Jagd- und Lustschloss.

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